HSG AARELAND WOLVES vs. PSG Lyss F1: Ei oder Huhn?

29.09.2024

Matchbericht

Bevor wir zum Matchbericht gegen die Aareland Wolves kommen, möchten wir eine unbeschreiblich traurige Nachricht mit euch teilen. Wenn Sie hier regelmässig reinlesen, erinnern Sie sich bestimmt ans Fröschli. Das kleine grüne Auto, mit der etwas sonderbaren Musikanlage, welche ab Yverdon den Geist aufgab. Das kleine grüne Auto, das trotz dieser Musikanlage immer musikalisch wie auch tempomässig Vollgas gegeben hat. Das kleine grüne Auto, dass uns zuverlässig zu jedem Auswärtsmatch kutschiert hat. Nun, unser geliebtes Fröschli musste leider von uns gehen. Es ist schwer, die richtigen Worte für diesen grossen Verlust und die damit verbundene Trauer zu finden, doch halten wir uns an dem Gedanken, das Fröschli nun im siebten Personenkraftwagenhimmel gut aufgehoben ist.

Trotz diesem Schicksalsschlag für Fröschli können wir auch eine gute Nachricht verlauten lassen. Wir dürfen in unseren Gefährtsreihen ein neues Mitglied begrüssen: Willy. Willy ist ein schwarz weisser Ford und hat gewisse Ähnlichkeiten mit einem Orca. (Bei der Namensgebung gibt es jedoch keinerlei Parallelen zu der Filmindustrie. Auch haben die zwei Schreiberlinge diesen Film nicht etwa einen Abend vor der ersten Begegnung mit Willy geschaut. Alles reeeiner Zufall.) Willy wird uns hoffentlich treu und verantwortungsbewusst an unsere Matchs fahren und ein würdiger Nachfolger für Fröschli sein.


Was war zuerst da: das Huhn oder das Ei? Richtige Antwort wäre: Die Schachenhalle! Nachdem wir unsere Taschen in den Umkleiden deponiert hatten, wurde die riesige Handballhalle erst einmal unter die Lupe genommen. Es fiel auf, dass die ganze Rundumfront praktisch aus Glas bestand. Diese ganzen Fenster wurden jedoch von enormen schwarzen Vorhängen bedeckt. Schnell kam die Frage auf, warum man dann nicht einfach Storen eingebaut hätte. Nun, Storen nachträglich einzubauen, sei extrem mühsam und kostspielig, erklärte uns unser Trainer. Und warum baute man sie dann nicht einfach von Anfang an ein? Falls jemand einen Bauherr der Schachenhalle kennt, wären wir sehr dankbar, wenn man uns freundlicherweise diese Frage beantworten würde, dann auch unser Trainer fand darauf keine plausible Erklärung. Die einzige logische Schlussfolgerung unsererseits war, dass es diese Halle bereits vor dem Urknall gab und die Menschen diese erst danach entdeckt und für ihre Zwecke in Gebrauch genommen hatten. In einer so geschichtsträchtigen Halle wollten wir denn auch unser bestes Handball zeigen und den Absteigerinnen aus der Erstliga klar zeigen, wo es lang geht. So starteten wir gut in diese Partie und konnten uns nach knapp 12 Minuten eine drei-Tore-Führung erspielen. Dabei half vor allem das konsequente Durchspielen und Druckmachen in der Offensive. Alsbald bekamen wir dann zwei ziemlich zeitgleiche Zweiminutenstrafen und stand in doppelter Unterzahl auf dem Platz. Die Wolves überholten uns und gingen in der 19ten Minute erstmals in Führung. Bis zur Pause verlief das Spiel dann ausgeglichen. Vor dem Pausenpfiff profitierten wir von einer Goaliparade unsererseits, welche uns wieder zu einer drei-Tore-Führung verhalf. In die Pause gingen wir so mit einem Zwischenstand von 16 zu 19. Was man für die zweite Hälfte verändern wollte? Bei Zweiminutenstrafen die Ruhe bewahren und ansonsten einfach einfaches Handball spielen. Das mit der Ruhe bewahren erwies sich als schwierig. Sehr schwierig. Kurz nach der Pause brachen wir die Aarauerinnen zwar mit 5 Toren hinter uns, dann aber sollte uns gar nichts mehr gelingen. Der schöne Vorsprung wurde mit 5 aufeinander folgende Gegentore zunichte gemacht. Mit einem weiteren gingen die Gegnerinnen in Führung, welche sie durch das ganze Spiel behalten sollten. Mit vielen Kommunikationsfehlern in der Defensive und statischem Handballspiel in der Offensive vergaben wir diese zwei Punkte in der Schachenhalle. Mit 39:35 beendeten wir dieses Spiel, was nicht im mindesten der epischen Schachenhalle die Ehre erweisen würde. Es wird aber ein Rückspiel geben. In unseren eigenen vier Wänden. Und da werden wird den Wolves zeigen, dass das Lysser Dynamit doch sehr viel explosionsfähiger sein kann.

Was von diesem Spiel bleibt, sind schöne Verzierungen in Form von „Chräblä“ auf unseren Armen, einige Verbesserungspunkte, an welchen in den kommenden Trainings gefeilt werden muss und eine neue Verschwörungstheorie. Denn was war zuerst da? Natürlich die Schachenhalle…

Zusammenfassung

Aarau, Schachen
SR: Oezilic
Strafen: 4mal 2-Minuten gegen HSG AARELAND WOLVES, 5mal 2-Minuten gegen Lyss

HSG AARELAND WOLVES:
Müller (10%), Kaiser (31%);
Schlegel (6/2), Traber (7), Fuchs (2), Breitenmoser, Kreuzer, Lüthi (18/1), Sandmeier (1), Jaha (2), Wegmüller (1), Notter (2)

PSG Lyss:
Vogel (32%, davon ein gehaltener 7m), Zwygart (22%);
Seliger (2), Andres (11), Stucki Brändli (12), Gribi (4), Schüpbach, Vicha (3), Schaller (1), Porcar, Büeler (2)

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